DATUM

März 2022

Die Ausbildung der sechs Lernenden bei der Hofmann Malerei ist geprägt durch Vielfalt. In Bezug auf die Aufgaben und Projekte, aber auch beim Team.

Ilaria, Severine, Luca, Michail, Ridwan und Antonia, sie alle sind Teil des Hofmann-Teams – als Lehrlinge respektive Praktikantin. Dass bei der Hofmann Malerei gleichzeitig sechs Personen das Handwerk als Malerin oder Maler erlernen ist nicht selten. Speziell ist aber, dass mit Michail und Ridwan zwei Flüchtlinge im ersten Lehrjahr sind. «Bei uns arbeiten Menschen aus den verschiedensten Kulturen zusammen. Uns ist es wichtig, dass sich diese Vielfalt auch auf der Lehrlingsebene widerspiegelt», meint Dario Hofmann, der zusammen mit Jeannine Bänziger die Lehrlinge betreut.

Michail Khawary (links), Ridwan Abdi, beide 1. Lehrjahr
Jeder Tag ist anders

Die Vielfalt zieht sich wie ein bunter Faden durch die Ausbildung und die Interessen der Lernenden. Ridwan, der im 1. Lehrjahr ist, mag Strukturen. Er malt deshalb besonders gerne gerade Linien. Drittlehrjahrs-Stiftin Severine tapeziert am liebsten, während Praktikantin Antonia lieber draussen an der frischen Luft arbeitet. Einen Punkt schätzen aber alle sechs: Dass sie am Ende ein handfestes Resultat sehen. «Das habe ich gemacht», könne man seinen Freundinnen und Freunden sagen, so Lehreinsteiger Michail. Ilaria ist besonders stolz auf die Renovation der Fassade des Schlössli Haggen. Das verlangte besonders genaues Arbeiten, damit die Renovation denkmalpflegerisch korrekt umgesetzt wird. Vielfältig sind auch die Aufgaben der Lernenden. Aufgrund ihrer Grösse bietet die Hofmann Malerei den Lehrlingen eine grosse Bandbreite an Tätigkeiten. Trotzdem gibt es Bereiche, die auf den Baustellen zu kurz kommen. Deshalb gibt es die «Lehrlings-Samstage». An den sechs Vormittagen im Jahr erhalten die Lernenden in der Werkstatt Zeit zum Üben. Zum Beispiel arbeiten sie mit verschiedenen Arten von Tapeten, verfeinern ihr Können beim Lackieren oder ziehen Abriebflächen auf.

«Ich arbeite lieber körperlich, als den ganzen Tag im Büro zu sitzen»
Antonia Seitz, Praktikum
Severine van Laer (links), Ilaria Hartmann, beide 3. Lehrjahr
Der Teamzusammenhalt wird geschätzt

Diese Förderung passt zum Ziel der Lehrlingsausbildung. Am Ende sollen die Lehrlinge selbständig sein und Verantwortung übernehmen können. Damit dies funktioniert, sind Qualität und Dienstleistungsorientierung unabdingbar: Zusammen mit der Unternehmensidentifikation sind das wichtige Werte der Hofmann Malerei. Bei der Identifikation hat das Team eine grosse Bedeutung. Dieses wird von den Lernenden sehr geschätzt. Auch auf den Baustellen, wo es ruppig zu und her gehen kann, unterstützen sich alle gegenseitig, so Severine. Ridwan hebt hervor, dass man Fehler machen darf und einem immer geholfen wird.

Mit Freude und Geduld zum Erfolg

Und was, wenn man sich für eine Lehre als Maler/in EFZ interessiert, aber nicht weiss, ob einem der Beruf gefällt? «Das Wichtigste ist, dass man Freude an Farben hat», findet Luca, der im Sommer seine Lehre angefangen hat. Zudem braucht es Geduld, wenn es darum geht etwas Neues zu lernen und genaues Arbeiten, wenn das Gelernte in die Praxis umgesetzt wird. Für die Herausforderungen wird man mit reichlich Vielfalt belohnt: in Bezug auf das Team, den Austausch untereinander, die Aufgaben und die handfesten Projektergebnisse.

«Ich durfte schon als Kind bei meinem Grossvater Wände streichen.»
Luca Eberhard, 1. Lehrjahr

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«Farben schützen und prägen unsere Denkmale»